Wasserball

Jonas Kirschnowski

Bundesliga-Trio zerlegt Warnemünde, Hanse-TV kommt

 

Erneut blieb für die HSG Warnemünde in der 2.Liga-Nord nur der Gewinn an Erfahrung, als ein Punktgewinn. Am 9.Spieltag unterlag man der Bundesliga-Reserve von Poseidon Hamburg mit 5:18 (1:5, 0:3, 2:5, 2:5). Im Bundesliga-Kader der Gäste stehen eine Reihe von Überhangspieler und Leistungsträger, aus Warnemünder Sicht leider auch in der 2.Mannschaft als Gegner der HSG spielberechtigt. Das Trio um den Amerikaner Jacob Marsh, Sturmtank Michael Hahn, sowie Routinier Mathias Goritzka schenkten der HSG 15 der 18 Hamburger Tore ein.

„Allein die 3 haben so große Qualität. In der Bundesliga schärft jede Partie die Fähigkeiten um ein Vielfaches und sie haben diese heute eindrucksvoll abgerufen. Uns plagte eine große Erkältungswelle und es fehlten 4 Spieler. Beruflich verhindert waren weitere 3 Spieler. Das soll alles keine Ausrede sein, aber es ist Fakt, dass uns so 7 wichtige Spieler fehlten, die man nicht ohne Weiteres ersetzen kann. Die Mannschaft hat dennoch gut gespielt und auch einige gute Chancen liegen gelassen,“ sagte Interimscoach Rene Plaeschke nach dem Spiel.

Erneut war die Offensive die Achillesferse. Die HSG stand zwar in der Abwehr ordentlich, war aber im Angriff zu berechenbar und wurde einige Male ausgekontert. Im 1.Viertel traf Christian Koth zum 1:2-Anschluss und mit 1:8 ging es bereits vorentscheidend in die zweite Spielhälfte.  Bis dahin hatte auch Jonas Kirschnowski, letzte Saison noch kappenschnürend für Warnemünde, seine ersten beiden Saisontore in der 2.Liga für Hamburg markiert. Im 3.Viertel hatte er sogar die Chance auf den 3.Treffer, doch HSG-Keeper Philipp Steidler vereitelte souverän den 5m-Strafwurf. Die Treffer markierten ohnehin andere. Hamburgs Jacob Marsh traf achtmal, Mathias Goritzka viermal und Michael Hahn dreimal. Das Trio erledigte die HSG, woran auch sehenswerte Einzelaktionen von Warnemündes Maximilian Wulff, der gehaltene Strafwurf oder einige gelungenen Defensivaktionen der HSG kaum etwas ändern konnten. Am Ende stand ein gerechtes aber zu hohes 5:18-Endergebnis aus Warnemünder Sicht zu Buche. In den Parallelspielen gewann Waspo Hannover II in Hildesheim mit 8:15 und der Hamburger TB verlor daheim gegen die WS Hannover II mit 3:21, Laatzen hatte spielfrei.

Warnemünde steckt zwar aktuell im Tabellenkeller fest, doch aufgrund des Modus der Vorrunde und anschließenden Playoffs, ist in den Folgemonaten noch alles möglich. Am kommenden Wochenende hat man endlich einmal spielfrei und kann einmal im Trainingswochenende am 18.2., sowie in den eigentlichen Trainingseinheiten in der Woche an taktischen Elementen und Angriffssituationen arbeiten.

Eine willkommene Abwechslung bietet dabei auch der Gastauftritt von Hansa-TV bei den Wasserballern. „Hansa bietet seinen Fans ein abwechslungsreiches mediales Programm und im Rahmen ihrer Serie, kommen am Dienstag (14.2.) die Torhüter Eric Behrens und Samuel Aubele vom FC Hansa-Profikader vorbei und probieren sich im Wasserball-Gehäuse aus. Für alle Beteiligten sicherlich ein spaßiges Erlebnis und wir Wasserballer freuen uns auf die Fussballer,“ sagt HSG-Keeper Philipp Steidler.

                                                                                                                                                             TEXT: Jörg Behlendorf

HSG gegen SVP Hamburg II:

Philipp Steidler – Paul Helm,  Jacob Groß, Tim Wellnitz, Niklas Heese, Roman Gruchow (2 Tore), Robin Hollinski, Christian Koth (2), Jörg Behlendorf, Maximilian Wulff (1), Oliver Rieckhoff, Trainer Rene Plaeschke

 

aktuelle & nächste Spiele HSG, 2.Liga-Nord:

9.Spieltag:

Hildesheim – Waspo Hannover II - 8:15

Hamburger TB62 – White Sharks Hannover II - 3:21

HSG Warmünde – SV Poseidon Hamburg II – 5:18

SpVg Laatzen spielfrei,

Roman Grunow passt auf Klaus Einhorn

HSG Warnemünde flattern im Schlussviertel die Nerven gegen Hamburger TB62

 

Leere Gesichter, blankes Entsetzen und hängende Köpfe. Der aufmunternde Applaus der gutbesetzten Neptunhalle konnte an der Verfassung der Zweitligawasserballer der HSG Warnemünde kaum etwas ändern.

Am Sonntag sahen die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe in der 2.Liga-Nord zwischen Gastgeber Warnemünde und den Elbestädtern des Hamburger TB62. Die Hamburger gewannen am Ende völlig überraschend wie auch konsequent mit 12:11 in der Neptunhalle. Die HSG-Pleite war jedoch ausgemacht. Die Rostocker bestimmten die Partie, waren die aktivere Mannschaft, führten fast über die komplette Spieldauer und gaben im Schlussviertel den eingeplanten Heimsieg noch aus den Händen.

Zu Beginn tasteten sich beide Teams noch ab und gingen mit einem 3:3 in die 1.Pause. Doch es zeigte sich bereits hier und auch im weiteren Spielverlauf, dass die HSG ihre Chancen schlecht nutzte, im Angriff zu einfallslos agierte und die Hamburger nadelstichartig ihre wenigen Chancen nutzten. Zumeist gab es kleine Unachtsamkeiten in der Warnemünder Abwehr und die Flügelspieler des HTB netzten ein. Nach einer 6:3-Führung stand es nur 6:5 zur Halbzeit. Zu Beginn des Schlussabschnitts führte die HSG mit 9:7 und hätte die Führung nur über die Zeit bringen können, doch das Kollektiv funktionierte nicht mehr. „Als Trainer kannst du ja nicht reinspringen und es anders machen. Ich gebe die Richtung vor und Kapitän Christian Koth hat auch im letzten Time-Out angemahnt, dass wir die Angriffe ruhig und bestimmt ausspielen sollen, aber wenn dann in den folgenden Überzahlsituationen wild raufgeworfen wird und Hamburg zu Konter eingeladen wird, in der Verteidigung übermotiviert zu Werke gegangen wird, dann lädt man jeden Gegner zum Gewinnen ein. Das war absolut bitter und so unfassbar unnötig, aber am Ende war es aufgrund unserer Spielweise auch eine verdiente Niederlage,“ gab HSG-Trainer Jörg Behlendorf zerknirscht zu Protokoll und fügt fort: „Es gibt nichts am 11:12 zu  beschönigen, jetzt müssen wir die Köpfe frei kriegen und wir werden die nächsten Siegchancen auch nutzen. Vielleicht war es auch der richtige Zeitpunkt, damit allen klar wird, dass ohne hartes Training und volle Fokussierung im Spiel, man gegen Niemanden in der 2.Liga gewinnt, auch nicht gegen den HTB62.“ Die beiden besten im Team waren einmal mehr Keeper Philipp Steidler und Klaus Einhorn, der auch mit 3 Treffern erfolgreichster Torschütze der HSG war.

Im Anschluss verlor auch der Drittligist sang- und klanglos seinen Saisonauftakt gegen Kiel mit 2:13. Nur im Startviertel hielt die HSG II dagegen, Tim Hoffmann markierte auf Center sogar das 1:0. Kiel ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte danach seinen Stiefel souverän runter und drängte die HSG-Offensive vom eigenen Tor ab, so dass kaum Torgefahr entstand. „Kiel spielte cleverer und wir haben einfachste Dinge wie Ballvortrag, Aufbauspiel und Verschieben in der Defensivarbeit vermissen lassen. Es war das 1.Spiel der Mannschaft in dieser Formation. Kiel hingegen war eingespielt und hatte verdient gewonnen. Mund abwischen und weiter geht’s,“ sagt HSGII-Coach Steffen Klukas.                                                                                                              TEXT: Jörg Behlendorf

 

HSG gegen HTB62: Steidler – Helm, Groß, Einhorn (3 Tore), R.Plaeschke, T.Plaeschke (2), Heese, Beuster (1), Gruchow (2), Koth (2), Wulff (1), Schröder, Rieckhoff

 

HSG II gegen Kiel: Drawert – Müller, Kühn, Briese, Groß, Heese, Hoffmann (1 Tor), Wellnitz, T.Plaeschke, Meyer, Krause,  Schröder, Rieckhoff (1)

 

nächste Spiele HSG, 2.Liga-Nord:

4.Spieltag, 8.1.2017, HSG Warnemünde – WS Hannover II – Spiel verlegt, Nachholtermin 4.3.2017 !

7.Spieltag, 29.01.17, SC Hellas Hildesheim - HSG Warnemünde – 15Uhr

8.Spieltag, 05.02.17, HSG Warnemünde               - SpVg Laatzen – 15Uhr, Neptunhalle, Eintritt Frei !

 

Termine HSG II, 3.Liga:

1.Spieltag, 22.1., HSG Warnemünde II – SV Wiking Kiel – 2:13 (1:1, 0:5, 0:3, 1:4)

2.Spieltag, 27.1., SG Lübeck-Ahrensburg – HSG II

3.Spieltag, 26.2., HSG II – SG Meldorf-Itzehoe

Deutscher Wasserballpokal 1. Pokalrunde 29. Oktober 2016

Nico Beuster erzielt das Tor des Tages

HSG Warnemünde unterliegt nach mutigem Auftritt den Bayern mit 5:19

Am Samstagnachmittag gegen 16Uhr ertönte die Sirene und der Abpfiff zum deutschen Wasserball-Pokal in der Rostocker Neptunschwimmhalle. Zweitligist HSG Warnemünde empfing den Bundesligisten SV Würzburg 05. Scheinbar verließen nur Sieger das Becken, denn in allen Gesichtern glänzte ein wenig Freude. Die Bayern hatten zwar mit 19:5 gewonnen, doch auch die Warnemünder konnten stolz auf ihre Leistung sein. Einen Bundesligisten hat die HSG nämlich nicht alle Tage vor der Nase.

Als um 15Uhr das Spiel begann, zeigten die Würzburger sofort ihre Klasse und zogen schnell auf 4:0 davon, doch Warnemünde legte die Scheu ab und begann seinerseits Wasserball zu spielen. Der europapokalerfahrene Klaus Einhorn (damals mit dem OSC Potsdam) verkürzte sehenswert auf 1:4 und steuerte eine Minute vor der 1.Viertelpause noch den 2:5-Anschlusstreffer bei. Im 2.Abschnitt gelang vor allem der HSG im Angriff zu wenig und der Gästekeeper fischte alle Bälle ab, so dass es mit einem vorentscheidenden 2:10-Rückstand aus Warnemünder Sicht in die Halbzeitpause ging.

Betreuer Rene Plaeschke und Spielertrainer Christian Koth mahnten gleichermaßen an, dass die Angriffszeit besser genutzt werden müsse und dass man in der Verteidigung den starken Würzburger Center besser doppeln müsse. „Wir haben phasenweise sehr guten Wasserball gespielt, schöne Kombinationen gezeigt und immer wieder den Torabschluss gesucht, doch die Bayern waren eben eine Klasse besser, dass mussten wir einfach anerkennen und so konnten wir ohne Druck agieren und haben im Kollektiv unser Bestes gegeben. Es waren 3-4 Kontertore zu viel und ebenso viele Großchancen haben wir auch liegen gelassen. Die Niederlage geht in Ordnung aber die Differenz von 14 Treffern hätten wir nicht zulassen dürfen,“ sagte ein dennoch sichtlich zufriedener Spielertrainer Christian Koth nach dem Spiel.

Immerhin funktionierte sein Team in Halbzeit zwei deutlich besser. Klaus Einhorn erzielte seinen dritten Treffer zum 3:11-Zwischenstand. Kapitän Jörg Behlendorf netzte nach toller Vorarbeit von Nico Beuster zum 4:14 ein und im Schlussviertel belohnte Nico Beuster sich und sein Team mit dem Tor des Tages. Als die Angriffszeit noch 1 Sekunde anzeigte, überraschte er per Heber aus rechter Position den Würzburger Keeper zum 5:17. Dass am Ende die Gäste nur noch auf den 5:19(2:5, 0:5, 2:5, 1:4)-Endstand erhöhten, lag auch am guten Warnemünder Keeper Philipp Steidler. Für beide Teams endete somit die 1.Pokalrunde versöhnlich.

Zumindest an dieser Stelle, endeten vorerst auch zwei Spielerkarrieren bei der HSG. Alexander Schulz ackerte ein letztes Mal auf Center. Er absolvierte sein Staatsexamen in Medizin und verlässt die HSG in Richtung Berlin. Etwas weiter weg verschlägt es zunächst Youngster Fabian Collin. Der Abiturient geht für ein halbes Jahr nach Neuseeland. Beiden Spielern steht selbstverständlich die Tür zur Rückkehr jederzeit offen. Für den Rest der Warnemünder, geht es nach diesem Wasserball-Leckerbissen nun zurück in die Vorbereitung auf die anstehende 2.Liga-Nord-Saison, die am 1.Dezemberwochenende beginnt. „Es liegt noch ein bissl Arbeit vor uns, aber wir sind guter Dinge für die neue Spielzeit,“ sagt Warnemündes Außenstürmer Niklas Heese. Der deutsche Pokal ist somit Geschichte und der Fokus gilt der 2.Liga-Nord, mit den zukünftigen Gegnern Laatzen, Waspo Hannover II , White Sharks Hannover II, Hildesheim, Poseidon Hamburg II und Hamburger TB62.

TEXT : Jörg Behlendorf

HSG gegen Würzburg:

Keeper Philipp Steidler – Paul Helm, Fabian Collin, Klaus Einhorn (3 Tore), Rick Plaeschke, Niklas Heese, Tim Wellnitz, Roman Gruchow, Nico Beuster (1), Spielertrainer Christian Koth, Kapitän Jörg Behlendorf (1), Jacob Groß, Alexander Schulz, Betreuer Rene Plaeschke

 

1.Pokalrunde im Überblick, allesamt am 29.10.2016:
HSG Warnemünde (2.Liga-Nord) – SV Würzburg 05 (1.Liga) – 5:19

SV Ludwigsburg – SGW Dresden – 15:12
SGW Brandenburg – SV Lünen 08 – 11:10 (mit Ex-Warnemünder Alexander Zick beim Brandenburg)
SpVg Laatzen – SG Stadtwerke München – 13:12
DJK Poseidon Duisburg II – SV Poseidon Hamburg – 2:23 (mit Ex-Warnemünder Hannes Helm bei Hamburg)
WSV Vorwärts Ludwigshafen – SC Hellas-99 Hildesheim – 14:13
WU Magdeburg – Düsseldorfer SC – 11:7
SV Blau-Weiß Bochum – SG Schöneberg – 15:5

 

2.Runde, deutscher Wasserballpokal am 12.11.:

u.a., SV Weiden – SV Würzburg 05

Paul Helm am Ball

Wasserballer im Pokal gegen Erstligaaufsteiger Würzburg

HSG Warnemünde startet Samstag mit Kracher-Los in die Pflichtspielsaison 2016/2017

 

Endlich ist es wieder soweit. 2 Monate harte Vorbereitungszeit sind vorbei. Und ein weiterer Monat folgt gar noch. Unterbrochen wird dieser Prozess ausgerechnet mit dem Saisonhighlight gleich zu Beginn der Pflichtspielsaison. Im deutschen Pokal trifft die HSG Warnemünde als Zweitligist mit Heimrecht auf den Bundesliga-Aufsteiger des SV Würzburg 05. Die Würzburger folgten dem HSG-Konkurrenten Poseidon Hamburg(Meister 2.Liga-Nord 2016) beim Aufstiegsturnier in die 1.Liga. Damals im Juli verloren die Nordbayern noch mit 5:11 und bei einem Vorbereitungsturnier schafften sie ein 6:6 gegen Hamburg vor wenigen Wochen. „Ich habe sie damals live beim Aufstiegsturnier gesehen und sie verloren damals unglücklich gegen Hamburg, insofern konnte ich schon genügend Rückschlüsse zum tatsächlichen Vermögen der Würzburger ziehen und am letzten Wochenende verloren sie zwar ihren Bundesligaauftakt gegen Plauen mit 8:14, aber das zeigt schon, dass sie bärenstark sind. Sie sind eine schnelle robuste und clevere Mannschaft. Wir sind da klarer Underdog, keine Frage. Daher werden wir das Spiel genießen und hoffentlich können wir sie lange genug ärgern,“ sagt HSG-Coach Christian Koth über den Gegner am kommenden Samstag. Am 29.10. empfängt die HSG den SVW ab 15Uhr bei freiem Eintritt in der Neptunhalle.

Zwar verlief die aktuelle Vorbereitung etwas holprig. Immer wieder fehlten Spieler krankheits- oder berufsbedingt, so dass man nicht so oft wie gewünscht in kompletter Kaderstärke trainieren konnte, aber der Kern des Teams ist motiviert und gewillt. Immerhin bekommt man nicht alle Tage einen Bundesligist im Pokal zugelost. Im Vorjahr schied man nach langer Anreise beim SV Ludwigsburg in der 1.Pokalrunde aus und 2014 unterlag man in einem echten Pokaldrama dem SV Zwickau. In diesem Jahr liegt allerdings die Favoritenrolle eindeutig beim Gast, so dass ein drittes Ausscheiden in der 1.Pokalrunde in Serie keine Schande wäre. Ganz im Gegenteil, alles andere wäre eine Riesen-Sensation.

Beim letzten Härtetest in zwei Testspielen gegen Neptun Cuxhaven vor drei Wochen, gelang noch nicht alles und gegen Würzburg erwartet Coach Koth das ebenso nicht. Was er aber erwartet, ist Einsatz und Kampfeswille, so wie man es bisher fast immer in der heimischen Neptunhalle zu zeigen im Stande war. Mit Laatzen und Hildesheim, sind noch zwei weitere Warnemünde-Rivalen der 2.Liga-Nord-Staffel im Pokalrennen. Die Laatzener empfangen München, Hildesheim reist nach Ludwigshafen und der Rostocker und Ex-Warnemünder Hannes Helm, spielt mit seinem SV Poseidon Hamburg Auswärts in Duisburg. Die Sieger der 1.Pokalrunde können kaum durchatmen, da bereits am 12.11. die 2.Runde ausgetragen wird, in der dann 8 weitere Erstligisten in den Wettbewerb einsteigen werden.

TEXT : Jörg Behlendorf

 

1.Pokalrunde im Überblick, allesamt am 29.10.2016:
HSG Warnemünde (2.Liga-Nord) – SV Würzburg 05 (1.Liga) - 15uhr – Neptunhalle, Eintritt frei !
SV Ludwigsburg – SGW Dresden
SGW Brandenburg – SV Lünen 08
SpVg Laatzen – SG Stadtwerke München
DJK Poseidon Duisburg II – SV Poseidon Hamburg
WSV Vorwärts Ludwigshafen – SC Hellas-99 Hildesheim
WU Magdeburg – Düsseldorfer SC
SV Blau-Weiß Bochum – SG Schöneberg

 

Die Topteams der 1.Liga der Vorsaison haben noch ein Freilos und steigen erst in der 2., respektive der 3.Runde in den Deutschen Pokalwettbewerb ein.

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18. Oktober 2016

HSG-Urgestein: Wolfgang Richter

Wasserballer bei Masters-EM im kroatischen Rijeka

 

HSG Warnemünde entsendete zu den diesjährigen Europameisterschaften der Masters-Wasserballer 
nach Rijeka in Kroatien zwei Spieler. In den Altersklassen AK30+ bis AK65+ duellierten sich mehrere Hundert Sportler an der Adria-Küste. 
Im Masters-Bereich starten Vereinsmannschaften anstelle von Nationalteams, so dass sich Rüdiger Müller dem SV Neptun Köpenick in der AK60+ anschloss und HSG-Urgestein Wolfgang Richter sprang erneut mit dem SV Poseidon Hamburg in der AK65+ insBecken. 
Rüdiger Müller mit seinen Köpenickern legten gleichim ersten Spiel mit einem überraschenden 7:4-Sieg gegen die Kombination Cannstatt/Hamburg den Grundstein für das Finalspiel um den BronzePlatz. Nach weiteren guten Leistungen in den Gruppenspielen wurde leider die Partie gegen SC Kalev Tallin aus Estland mit 2:4 verloren und so der Medaille mit Rang 4 knapp verfehlt. 
Wolfgang Richter war indes mit seinem Team PoseidonHamburg EM-Titelverteidiger in der AK65+. Bereits  im  ersten  Spiel  der  Vorrunde  trafen  sie  auf die  kleine  Weltauswahl  des  amtierenden Weltmeisters H2O-Polo Piestany aus der Slowakei . Doch Hamburg, seines Zeichens immerhin auch Vizeweltmeister  konnte  in  einer  hochklassigen  Partie  gegen  die  altbekannten  Gegner  sehr  gut mithalten. Durch eine Unaufmerksamkeit 0,6Sekunden  vor Spielende, beim Stande von 5:5, gelang den  Slowaken  der  glückliche  Siegtreffer  zum  5:6.  In den  weiteren   drei  Vorrundenspielen  wurden klare  Ergebnisse  erzielt.

Mit  7:1  besiegte  man  die  Finnen  von  Helsingfors,  5:3  gewann  Hamburg zweimal im deutsch-deutschen Duell gegen Cannstatt AK70+ und Cannstatt AK65+.

Leider erwischten die Hamburger um Wolfgang Richter am 5.Turniertag einen rabenschwarzen Tag und unterlag den vermeintlich schwächeren Italienern vom RN Bogliasco nach einer 2:0-Führung mit 2:6 Toren. 
Damit  verpassten  man  das  Finale  und  trat  im  Spiel  um  Bronze  gegen  den  amtieren deutschen Meister Cannstatt an. Mit dem Willen der Wiedergutmachung fand Poseidon wieder in die Spur und deklassierte  nach  den  Zwischenständen  von  6:0  und  7:0  die  Stuttgarter,  die  am  Ende  zwar  noch verkürzen  konnten,  aber  der  SV  Poseidon  Hamburg  gewann  klar  mit  7:4  und  feierte  die Bronzemedaille frenetisch. 

Text und Bild: J. Behlendorf

Ankündigung Saisonstart

2016/2017

Youngster Ben Höpenbecker

HSG Warnemündes Wasserballer nach den Ferien wieder im Training

 

Die Sommerferien sind vorbei, die Neptunschwimmhalle öffnet wieder seine Pforten und so steigen auch die Wasserballer der HSG Warnemünde wieder ins kühle Nass.

Allen voran die Herren fiebern ihrer 3.Saison in der 2.Bundesliga entgegen, mussten aber auch in der Sommerpause einen weiteren Abgang hinnehmen. Im August wechselte der 18-jährige Jonas Kirschnowski zum Bundesliga-Aufsteiger und Ex-Ligakonkurrenten SV Poseidon Hamburg. Zu diesem Abenteuer 1.Liga wünscht der Verein Jonas alles Gute und drückt ihm die Daumen, dass er dort dem Leistungsdruck stand hält und sich durchsetzen wird. Derweil trifft die HSG in der 2.Liga erneut auf die 2.Mannschaften der Bundesligisten Waspo Hannover und White Sharks Hannover, sowie dem ehemaligen Erstligisten Laatzen und weiteren Schwergewichten. „Es wird erneut nicht leicht und es steht nun nebem dem deutschen Pokal erst einmal bis Mitte November eine intensive Vorbereitung an“, sagt Spielertrainer Christian Koth. Um in der 2.Liga-Nord zu bestehen, wäre dabei die Vergabe einer 3.Trainingszeit durch das Sportamt Rostock sehr hilfreich, da die Kontrahenten allesamt pro Woche 4-5mal in ihren Vereinen Wasserzeiten genießen. Zur kommenden Saison stellt man sich indes noch breiter auf und schickt wieder eine 2.Mannschaft eine Liga tiefer in der Oberliga ins Rennen. Routiniers und Youngster (Jahrgänge 00+01) sollen hier gemeinsam Spielpraxis erhalten und den Spaß am Wasserball ausleben und man schielt auch ein wenig auf einen Podestplatz in der Oberliga.

In der Jugend werden wieder HSG-Teams der Altersklassen U15, U13 und sporadisch auch U11 am Spielbetrieb in der Nordwest-Jugendliga absolvieren. Hierzu reist man mangels Gegner in MV bis nach Hamburg, Bremen und Niedersachsen. Ohne die Sponsoren und enthusiastischen Eltern wäre dieses Engagement auch nicht möglich. In den Altersklassen strebt man erneut Podestplätze an.  Bei den Masters (Senioren) hat sich durch fünf Neuzugänge ein stabilerer Mannschaftskreis als in den Vorjahren gebildet und so strebt man beim diesjährigen 24.Seniorencup in Rostock am 1.April 2017 wieder eine bessere Platzierung als Rang 5 an, beides ist kein Aprilscherz. Darüber hinaus wollen Wolfgang Richter und Co sich abermals mit ihren Vereinsteams für die deutsche Meisterschaft, sowie eventuell für die EM und WM qualifizieren.

Die neue Saison kann ab Montag beginnen. Vor allem Jugendliche sind stets willkommen, immer Dienstags von 18-19Uhr in der 25m-Halle und Donnerstags von zur selben Zeit in der 50m-Halle der Neptunschwimmhalle, können Neulinge sich im Wasserball ausprobieren und die älteste Olympische Mannschaftssportart der Neuzeit erlernen.

TEXT : Jörg Behlendorf

 

Weitere News und Infos zur Trainingszeiten u.a. unter:

www.wasserball-rostock.de

Wasserball 2. Liga: Saisonabschluss

Warnemünde bei Nordpokal-Endrunde in Hamburg mit guten Ergebnissen Vierter

 

Bereits in der Vorwoche beendete die HSG Warnemünde die Zweitligasaison beim Auswärtsauftritt in Hildesheim. Nun stand mit der Endrunde zum norddeutschen Pokal das wirkliche Saisonfinale vor der Tür. Im Hamburger Freibad am Olloweg standen für die HSG an zwei Tagen drei Partien auf dem Programm.

Am Samstag ging es gegen Laatzen und Hamburg und am Sonntag stand das abschließende Duell gegen Hildesheim an. „Wir waren gut vorbereitet und wollten und mussten uns um Längen besser präsentieren, als in den vorangegangenen Auswärtsauftritten in der Zweitliga-Saison. Zwar gingen alle 3 Partien verloren, doch haben wir phasenweise guten Wasserball gezeigt und die Ergebnisse anständig gestalten können. Wir können mit der Endrunde zufrieden sein, immerhin sind für den großen deutschen Pokal in der nächsten Saison qualifiziert,“ sagte Spielertrainer Christian Koth nach dem Turnier.

Im 1.Spiel gegen Laatzen sah es anfangs richtig gut aus, bis ins 2.Viertel hinein lag man nur knapp mit 3:4 hinten, ehe die Niedersachsen um ihren Toptorschützen Tobias Müller endlich mehr aus ihren Chancen machten und auf 3:9 davon zogen. Dieser Lauf entschied die Partie, die am Ende mit 5:12(2:4, 1:4, 2:3, 0:2) verloren ging. Die HSG stand defensiv recht ordentlich, verpasste es aber, dem Druck der Laatzener Verteidigung im Angriff das richtige Ventil entgegenzusetzen. Im 2.Spiel gegen Hamburg war von Beginn an eigentlich alles klar, doch weit gefehlt, Hamburg biss sich die Zähne am guten HSG-Keeper Philipp Steidler aus und führte zur 1.Pause „nur“ mit 2:0. Im 2.Viertel erwiesen sie sich dann doch als Favorit und bauten die Führung auf 7:0 aus. In Halbzeit Zwei nahmen die Hamburger dann scheinbar einen Gang raus und die HSG fand besser ins Spiel, nutzten die Chancen und so verlor man die 2.Halbzeit nur knapp mit 6:9, aber das Spiel leider insgesamt mit 6:16(0:2, 0:5, 3:5, 3:4). Bereits hier wurde das Warnemünder Spiel von Klaus Einhorn getragen. Gegen Laatzen traf er bereits einmal, gegen Hamburg waren es deren 3 Treffer. Im letzten Spiel der HSG-Saison setzte er gegen Hildesheim nochmal 3 Treffer drauf und wurde so mit seinen 7 Toren zweitbester Torschütze bei der diesjährigen Pokalendrunde. Knapp hinter dem Laatzener Tobias Müller (9) und noch vor dem Zweitligatorschützen Patrick Weik (6) von Meister Hamburg. Allerdings konnte Einhorn die 5:12(0:2, 1:3, 3:4, 1:3)-Pleite gegen Hildesheim dennoch nicht verhindern. Einem Stotterstart hechelte die HSG hinterher und robbte sich sehr mühsam von 1:5 auf 3:5 heran, vergab dann die große  Konterchance auf das 4:5 und kassierte im Gegenzug das 3:6 im 3.Viertel. Am Ende fehlte die Kraft und die abgezockten Hildesheimer sicherten sich den Sieg und den Bronzerang im Pokal. Im Finale um den Nordpokal trennten sich Laatzen und Hamburg 8:8-Unentschieden und dank des besseren Torverhältnisses, machte Hamburg das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg perfekt. Warnemünde belegte Rang 4 und war mit der Leistung beim Nordpokal insgesamt zufrieden. „Wir hatten auch Abseits des Beckens unseren Spaß und die Spiele waren in Ordnung. Als Außenseiter können wir schon etwas zufrieden sein,“ sagte am Ende HSG-Mann Paul Helm, der seinem Zwillingsbruder und Torhüter Hannes Helm von Poseidon Hamburg zu den 2 Titeln gratulierte.

Für Warnemünde geht indes das Training in einem etwas lockeren Rahmen noch bis zum Beginn der Sommerferien bis zum 21.Juli weiter. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene können sich im Schnuppertraining immer Dienstags ab 18Uhr in der Neptunschwimmhalle im Wasserball versuchen.

TEXT : Jörg Behlendorf

 

HSG-Team beim Nordpokal:

Philipp Steidler (Torhüter) – Paul Helm (2 Tore), Fabian Collin, Klaus Einhorn (7), Sebastian Schröder, Maximilian Wulff (2), Henning Krause (1), Roman Gruchow, Tim Wellnitz, Christian Koth (2), Jörg Behlendorf (1), Robin Hollinski (1 Tor)

Am vergangenen Wochenende überraschte die U13 der HSG Warnemünde sich selbst und die Gegner beim internationalen Jugendturnier im schwedischen Höganäs mit einem fantastischen 2.Rang.

Ausrichter VP Ängelholm lud nördlich von Helsingborg Teams aus Schweden, Dänemark, Norwegen und als einzigen deutschen Vertreter die HSG Warnemünde ein. Einen Tag vor Abreise erfuhr dann die HSG zu allem Übel, dass aufgrund zu geringer Resonanz, das Turnier als U15-Turnier durchgeführt wird und somit reiste die Mannschaft von Trainer Christian Strege, der die Mannschaft nach dem berufsbedingten Abgang der bisherigen Trainerin Stefanie Janke seit 2 Wochen trainierte mit stark gedämpften Erwartungen nach Skandinavien. Freitag früh um 7Uhr ging es mit der Fähre los und am Sonntagabend um 20Uhr legte man in Rostock wieder an.

Alle Gegner waren wie erwähnt durchweg älter und dementsprechend kräftiger. So musste die HSG über Taktik und Willen die Spiele angehen. Am Samstag im ersten Spiel, gelang das hervorragend und mit dem nie gefährdeten 12:2-Auftaktsieg gegen Ljungby setzte die HSG ein 1.Zeichen, Ben Hüpenbecker traf dabei fünfmal. Gegen Stockholm 3 verlor die HSG leider knapp mit 4:6 und lief dabei konstant einem Rückstand gegen die U15 der Schweden hinterher. Auch der gute Torhüter Anton Erben, der sogar ein Tor erzielte konnte die Pleite nicht verhindern. Die HSG gab nie auf und verdiente sich mit der mannschaftlich geschlossenen Leistung viel Lob von mehreren gegnerischen Trainern, trotz knapper Niederlage. Im letzten Vorrundenspiel ging es aufgrund der anderen Gruppenergebnisse um den möglichen Finaleinzug gegen Stockholm 2. Die Schweden hatten zwei bärenstarke Jugendliche in ihren Reihen, über die das gesamte Spiel lief, doch auch hier konnte Warnemünde die nächste Sensation perfekt machen und durch eine tolle Teamleistung mit 6:2 gewinnen. Auch dank Fünffachtorschütze Filip Hohlfeldt stand man somit im Finale gegen den Gastgeber VP Ängelholm. HSG-Trainer Strege sagte im Anschluss: „Unsere junge Truppe versuchte sich zu wehren, aber lag Schnell nach den ersten 10 Minuten mit 4:0 hinten. Dabei spielte die Nervosität des Finales auch eine Rolle. Doch in der zweiten Hälfte zeigten wir guten Wasserball und versuchten uns heran zu kämpfen. Doch die Kräfte ließen nach und wir mussten uns am Ende mit 6:1 geschlagen geben. Keine Schande, ganz im Gegenteil. Unsere U13 hat ein tolles Turnier gespielt und den U15-Teams Paroli geboten und völlig zu Recht im Finale den Silber gewonnen.“ Den Ehrentreffer im Finale erzielte Ben Hüpenbecker und nach einem kurzen Moment feierte dann die HSG Warnemünde den zweiten Platz. Lob gab es dazu auch vom HSG-Vereinsvorsitzenden und Wasserballwart Wolfgang Richter: „Das ist eine wirklich starke Leistung gewesen. Christian Strege hat mit den Jugendlichen das veredelt, was seine Vorgängerin Stefanie Janke als U13-Trainerin geleistet hat. Jetzt gilt es aber, den Erfolg aus Schweden mit ins Training zu nehmen und weiter konstant an Kondition und Technik zu arbeiten, damit wir weiterhin so eine Qualität in der Jugend beibehalten können.“

Ergebnisse der HSG Warnemünde in Höganäs (Schweden):

Ljungby - HSG Warnemünde 2:12

Stockholm 3 - HSG Warnemünde 6:4

Stockholm 2 - HSG Warnemünde 2:6

Finale - Ängelholm VP - HSG Warnemünde 6:1

Mannschaft in Höganäs:

Anton Erben(Torwart, 1Tor), Richard Graetz, Ben Hüpenbecker(8), Filip Hohlfeld(13), Timon Erben, Florian Dörschner(1), Jannes Stynka, Trainer Christian Strege, Mannschaftsbegleiter Peter Erben

im Bild: Hinten von Links nach Rechts: Anton Erben, Filip Hohlfeld, Ben Hüpenbecker, Richard Graetz, Christian Strege, Vorne von L. n. R.: Jannes Stynka, Timon Erben, Florian Dörschner

Text und Foto: J. Behelnorf

HSG Wasserballer streichen Ersatzgeschwächt Pokalsegel

Es hat nicht sollen sein. Die HSG Warnemünde verliert in der 1.Pokalrunde und scheidet aus. Gegen den SV Ludwigsburg setzte es eine 10:21(1:5, 2:6, 5:5, 2:5)-Niederlage. Die HSG reiste stark ersatzgeschwächt an (6 Spieler fehlten) und konnte den Hausherren immerhin im 3.Viertel sehr gut Paroli bieten.

Beim Stande von 1:3 aus HSG-Sicht ging es vielversprechend in die letzte Minute des Startviertels. Hier war die HSG leider innerhalb kürzester Zeit zweimal nicht wachsam genug, so dass es mit 1:5 in die Pause ging. Im zweiten Viertel glich sich das Bild. 

Warnemünde war offensiv bemüht und erarbeite sich auch Chancen, war aber in der Spielumkehr von Angriff auf Abwehr zu lückenhaft. Die Freiräume nutze Ludwigsburg eiskalt und so waren im Grunde schon zur Halbzeit alle Messen gesungen. Das 3:11 war etwas ernüchternd, denn man fing sich 4-5Tore zu leicht und verpasste auch 2-3 Großchancen. Nicht auszudenken was geschehen wäre, hätte man den Spielverlauf besser gestalten können. Doch all der Konjunktiv half nichts. Zwar belohnte man sich im Offensivspiel mit 5 Toren, doch blieb die Abwehr weiterhin zu löchrig. Das Tor des Tages erzielte dabei Robin Hollinski, der aus spitzem Winkel in Höhe der Ecke den Keeper von Ludwigsburg überraschte und brachial zum zwischenzeitlichen 4:14 verkürzte. Das 5:5 in 3.Viertel machte Mut und zeigte das Potential des Teams. Warnemünde ließ sich nie entmutigen, trotz der schlussendlichen 10:21-Niederlage.

„Wir sind mit einem Minikader heute von Beginn an chancenlos gewesen, haben uns dafür aber anständig verkauft. Sechs verschiedene Torschützen in unseren Reihen haben gezeigt, dass wir offensiv ordentliche Leistungen gebracht haben aber gegen die quirligen Gastgeber hat es heute in der Defensive nicht gepasst, schade,“ resümierte Spielertrainer Christian Koth das Ausscheiden. Er selbst war mit vier Toren erfolgreichster HSG-Torschütze. Ein Lob gilt auch dem Schiedsrichter-Gespann Frau Maus & Herrn Spiegel. Beide lieferten eine sehr gute Leistung am Beckenrand ab. Ein kleiner Wehrmutstropfen war allerdings, dass sie Warnemünde in der Schlusssekunde einen aus HSG-Sicht eindeutigen 5m-Strafwurf verwehrten. Dessen ungeachtet trübte das Ergebnis die Stimmung im Team nur kurz und man machte sich direkt am Abend wieder auf den Heimweg an die Ostseeküste.

Die Warnemünde-Bezwinger Ludwigsburg hatten wieder Losglück und in der 2.Runde erneut Heimrecht gegen Chemnitz. Eine riesige Sensation schaffte derweil der Drittligist Iserlohn, die den Bundesligaaufsteiger Fulda mit 11:9 ausschalteten. 

HSG Warnemünde im Pokal in Ludwigsburg:

Philipp Steidler – Robin Hollinski (1 Tor), Francisco Pirichinsky, Klaus Einhorn (1), Roman Gruchow (1), Fabian Collin, Spielertrainer Christian Koth (4), Kapitän Jörg Behlendorf (1), Henning Krause (2)

 

Bild und Text: J. Behlendorf

 

HSG-Wasserballer wandelten in der Sommerpause auf Abwegen

 

Während der Sommerferien in MV nutzten einige Wasserballer der HSG Warnemünde die freie Zeit, um sich abseits ihrer Sportart in Form zu halten. Klaus Einhorn nahm Ende Juli am Warnowschwimmen teil und belegte im Rostocker Stadthafen über die 2,2km im Freiwasser einen guten 8.Rang. Nur eine Woche später gingen er und Nico Beuster beim Müritzschwimmen über 1,95km an den Start. Hier wurde Klaus Einhorn Sechster und Nico Beuster schaffte es als Dritter sogar aufs Podest. Für ihn und Spielertrainer Christian Koth ging dann die Reise weiter in die walisische Hafenstadt Swansea, zur Rettungsschwimmer-Europameisterschaft.

Im Sommer hat die ehrenamtliche Arbeit der DLRG in Mecklenburg-Vorpommern Hochkonjunktur. Sie sichert eine Vielzahl von Stränden und Veranstaltungen ab. Trotz dieser Auslastung, ist sie auch ein Sportverein, der den Rettungssport ernsthaft betreibt. Den Wettkampfhöhepunkt bildete dieses Jahr die besagte EM in Wales, bei denen neben vielen Deutschen mit Beuster und Koth zwei Rostocker Athleten am Start waren. Die Meisterschaften gingen über zwei Wochen (1.-15.8.), wobei in der ersten Woche nur Nationalteams und in der zweiten Woche die Vereinsmannschaften mit den Einzelathleten am Start waren. Es wurden Wettbewerbe im Schwimmbecken und am Strand ausgetragen. Die Rostocker Jungs starteten nur im Freiwasser, wobei sie hier die üblichen Rettungsschwimmerübungen am Strand und in der Brandung absolvierten.

Christian Koth konnte sich beim 90m Strandsprint bis in das Halbfinale vorlaufen, wo er sich nur knapp der Konkurrenz aus Spanien und Frankreich geschlagen geben musste. Koth konnte auch in der Disziplin Beach-Flags überzeugen. Hier liegen die Läufer auf dem Bauch mit den Füßen zu Stäben, den Flags. Es gibt immer eine Flag weniger als Läufer, wer keine Flagge bekommt scheidet aus. Hier konnte Koth vier Laufrunden überstehen und musste nur auf Grund eines unfairen Manövers eines Konkurrenten ausscheiden. Nico Beuster konnte in der Königsdisziplin Ocean-Man überzeugen. Es ist der Rettungstriathlon, es wird nacheinander geschwommen, Rettungsbrett und Rettungskajak gefahren. Beuster kam ohne größere Schwierigkeiten ins Halbfinale. Dort schrammte als 7. unglücklich um eine Position am Finale der Top12 aus. „Ich bin mit dem Rennen durchauszufrieden, die Bedingungen kamen mir in den Vorläufen mehr entgegen als im Halbfinale.“ sagte Beuster und sprach damit die stets wechselnden Bedingungen am Strand von Swansea an. Die Gezeiten zogen das Wasser 200m weit rein und raus, so dass sich die Wettkämpfer verschiedene Situationen einstellen mussten. Beide Athleten waren auch im Surf-Race, also dem Brandungsschwimmen (ca. 600m) aktiv. Hier schieden beide Athleten knapp im Halbfinale aus. Christian Koth verpasste das Finale um gerade mal 3 Plätze als 19. seines Vorlaufes.

Für beide Athleten war es der erste große internationale Vergleich, an dem knapp 300 Teilnehmer aus ganz Europa um die Rettungsschwimmerehre kämpften. „Die Interaktion mit den anderen Athleten war ein wichtiger Nebeneffekt für uns, Trainings- u. Wettkampfmethoden zu beobachten und mit anderen ins Gespräch kommen bringt uns und auch den Rettungssport in Rostock nachhaltig nach vorne.“ Konstatierte Koth nach dem Wettkampf, der sicher einige Erfahrungen ins anstehende Training der Zweitligawasserballer der HSG Warnemünde einfließen lässt. Die sechs Wochen Ferien sind vorbei, die Neptunhalle hat seit Montag(31.8.) wieder geöffnet und so geht das Training aller Altersklassen von Warnemünde in die neue Saison 2015/2016.

 

Text und Foto: Jörg Behlendorf